Katzenfutter Test von Stiftung Warentest, die nackte Wahrheit!!!

Katzenfutter Test - Stiftung Warentest

Sucht man im Internet nach „Katzenfutter Test„, dann bekommt man immer als erstes Ergebnis den Katzenfutter Test von „Stiftung Warentest“ angezeigt. Viele Leser vertrauen diesem Test, da er ja auch von einem unabhängigen und neutralen Institut vollzogen wurden, aber wie gut sind die Ergebnisse?

Zum Test:

Bereits im Jahr 2008 testete Stiftung Warentest insgesamt 28 Feucht- und 11 Trockenfutter und bewertete diese nach unterschiedlichen Kriterien. Stiftung Warentest wollte prüfen, welche Katzenfuttersorten ein gutes Nährstoffverhältniss aufweisen und das Tier rundum und gesund versorgen. Außerdem wurden auch die angegebenen Fütterungshinweise geprüft.
Die Bewertungskriterien waren:

  • Preis / Tagesration
  • Schadstoffe
  • Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften
  • Ernährungsphysiologische Qualität
  • Deklaration
  • mikrobiologische Qualität

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Ergebnisse:

Soweit so gut und bis hierhin klingt alles auch noch recht gut, aber die Ergebnisse haben mich dann doch etwas überrascht. Deshalb habe ich mal ein bisschen genauer hingesehen. Von den 39 getesteten Sorten sollen 32 alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis aufweisen. Besonders die günstigen Trockenfutter wurden empfohlen und als „ausgewogen komponiert“ bezeichnet. Sieben der elf getesteten Trockenfutter wurden mit „sehr gut“ bewertet. Dazu gehören beispielsweise das Schnucki von Aldi Nord oder das Coshida von Lidl.

Bei den Feuchtfutter schnitten neben dem IAMS Adult 1+ und dem „Vom Feinsten Classic“ von Aniomonda auch das „Bio Pate mit Huhn“ von Yarrah und das „Gourmet Gold – Feine Komposition“ mit sehr gut aber. Während „Bozita“ und „almo nature“ mit den Noten 4 und 5 abschnitten.

Den gesamten Test könnt gibt es bei Stifung Warentest.

Katzenfutter Test - Stiftung Warentest

Grey59 / pixelio.de

Kritik:

Es ist natürlich schön, das auch unabhängige Institute sich mit Tierfutter beschäftigen, leider sind die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend. So wurde beispielsweise ausschließlich auf den jeweiligen Nährstoffgehalt eingegangen und die eigentliche Zusammensetzung nicht weiter beachtet. Leider sagt der Nährstoffgehalt eines Futters nichts über die Qualität und die Vollwertigkeit eine Futters aus. Die Fachzeitschrift Pfotenhieb schrieb dazu: „…man kann selbst ein Stück Tofu mit genügend Nährstoffen versetzen, so dass es für die Katze ideal scheint…„.

Es wurde ebenfalls nicht berücksichtigt, dass ein Premium Katzenfutter wie almo nature lediglich ein Zusatzfutter ist und somit nicht mit Alleinfuttermitteln verglichen werden kann. Es ist klar, dass ein Zusatzfuttermittel mit herausragender Qualität vom Nährstoffgehalt nicht mit einem schlechten Alleinfutter mithalten kann. Deshalb sollte der Zusatzfutteranteil auch maximal 20% des gesamten Futters ausmachen.

Das Ergebnis des „Gourmet Gold“ hat mich aber mindestens genauso überrascht. Ich frage mich wie ein Futter, in dem Zucker enthalten ist, in einem Katzenfutter Test so weit vorne abschneiden konnte. Bis auf wenige Ausnahmen kann ich keiner der Aussagen von Stiftung Warentest unterstützen, da viele minderwertige Futtersorten nicht nach Qualität der Inhaltsstoffe bewertet wurden. Keiner von uns würde Dosenravioli mit frischer Pasta vergleichen, selbst wenn Dosenravioli durch chemische Zusätze auf dem Papier einen höheren Nährstoffgehalt aufweisen.

Trockenfutter:

Den Trockenfutter Ergebnissen möchte ich mich noch einmal extra widmen. In den Testergebnissen wird Trockenfutter als günstiger und sogar besser als Nassfutter bewertet. Leider geht Stiftung Warentest auch hier nicht auf die Bedürfnisse von Katzen ein. Katzen sind nun mal Wüstentiere und trinken von Natur aus nicht ausreichend. Durch dauerhafte Fütterung von Trockenfutter kann es bei Katzen zu Nierensteinen kommen, welche sehr schmerzhaft sind. Genauere Informationen zum Trockenfutter kannst du auch in meinem Artikel „Katzenernährung Trockenfutter“ nachlesen.

Fazit:

Grundsätzlich finde ich es sehr positiv, dass sich die Stiftung Warentest mit Katzenfutter beschäftigt. Allerdings ist das auch schon alles was ich an positiven Aussagen zu diesem Katzenfutter Test berichten kann. Leider werden hochwertige Futtermittel durch Falschinformationen schlecht bewertet und minderwertige Futtermittel erhalten ein „sehr gut“. Falls in den kommenden Jahren ein erneuter Test erfolgt, sollte sich Stiftung Warentest vorher genauer mit dem Thema Tiernahrung befassen, um Qualifizierte Aussagen treffen zu können.

Bewerten: Katzenfutter Test von Stiftung Warentest, die nackte Wahrheit!!!: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 3,58 von 5 Punkten, basieren auf 105 abgegebenen Stimmen.

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7 Comments
  1. ellen 5 Jahren ago

    Was mich immer ärgert ist, dass auch Trockenfutter für Katzen hauptsächlich aus Getreide besteht, denn Getreide hat im Katzenfutter nun wirklich nichts verloren.

  2. Equi 4 Jahren ago

    @ellen
    Jepp, das mit dem Getreide ist wirklich ärgerlich. Denn das ist ja auch nichts, was eine Katze natürlicherweise fressen würde. Wir haben auch auf ein Futter von Applaws mit 80% Fleischanteil umgestellt. Unsere Katzen sind begeistert davon, auch wenn sich die Verdauung erstmal ein paar Wochen daran gewöhnen muss. 😉

    • Author
      Stephan Radke 4 Jahren ago

      Ich kann dir nur raten mehrere Sorten zu Füttern, dann reagiert die Verdauung auf ein neues Futter nicht so empfindlich. Die Umstellung auf Applaws ist aber schon mal eine super Entscheidung.;)

  3. holzprofi 4 Jahren ago

    Im März 2014 wurde Katzenfutter erneut von Stiftung Warentest getestet. Diesmal gab es nicht durchweg positive Ergebnisse. Im Laufe von jetzt 8 Jahren kann schließlich viel passieren. Also noch mal reinlunzen 😉

  4. Fritze 2 Jahren ago

    Hallo, wer seinem Tier etwas gutes tun will, geht zu Aldi, kauft eine Tüte tiefgefrorenen Seefisch für €2,98 (??). Ein bis zweimal die Woche ein Topf Wasser aufgesetzt, Fischfilet rein und 5 min. später hat die Katze eine gesunde Mahlzeit. Fertigfutter ist auch nicht viel günstiger! Aber damit tut man seiner Katze mal was gutes

  5. Miriam 4 Monaten ago

    Jetzt ists schon eine Weile her aber auch die neuen Ergebnisse bezüglich Katzenfutter sind mal wieder erschreckend.
    Bei meinem Katerchen letztes Jahr eine Niereninsuffizienz festgestellt. Tierarzt empfiehl mir Trockenfutter von Royal Canin. Ich war da sehr skeptisch, da es für mich keinen sinn ergab einer Katze bzw. Fleischfresser zum Schluss das zu geben, was ihn vermutlich erst in diese schreckliche Lage gebracht hat: Getreide! Ich gab ihm Stattdessen Catz Finefood. Und die Wahl war absolut richtig. Denn ein halbes Jahr später wurden produkte von Royal Canin im Stiftungwaren Test als Mangelhaft bewertet mit der Begründung, dass es unter Verdacht steht Krankheiten erst auszulösen!

    Was die Produkte aus dem Supermarkt betrifft, die kann man komplett vergessen. Für meine Tiere gibt es in zukunft nur noch hochwertiges Futter!

    LG
    Miri

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