Verdauungsprobleme bei Katzen

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Verdauungsprobleme bei Katzen können häufig auftreten und mitunter auch schnell gefährlich werden, deshalb ist es wichtig auftretende Symptome richtig zu deuten und im Notfall schnell zu reagieren. Verdauungsprobleme können sich auf unterschiedliche weisen zeigen. Wie beim Menschen kann es auch bei Katzen zu Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit kommen.

Beim ersten Auftreten der Symptome ist es sehr wichtig die Katze genau im Auge zu behalten, wenn eine Ernsthafte Erkrankung zu Grunde liegt verändert sich oft auch die Verhaltensweise der Katze und zu den oben genannten Symptomen kann es auch zu Verhaltensauffäligkeiten wie Lustlosigkeit, Desinteresse an spielen oder Müdigkeit kommen. In solch einem Fall sollte SOFORT ein Tierarzt aufgesucht werden. Generell gilt, lieber einmal zu oft beim Arzt erscheinen, als eine ernsthafte Erkrankung zu übersehen. Ich möchte jetzt etwas auf die Typischen Symptome bei Verdauungsproblemen eingehen und dir sagen worauf du achten solltest.

Durchfall:

Durchfall tritt besonders bei Katzen im Kitten alter recht häufig auf, aber auch ältere Katzen können ab und zu an Durchfall leiden. Leichter Durchfall ist in der Regel ungefährlich für die Tiere. So lange dieser nicht länger als einen Tag anhält und keine weiteren Probleme auftreten. Wenn deine Katze Durchfall hat sollte sie erst mal auf Schonkost umgestellt werden. Auch im Fachhandel gibt es extra leicht verdauliches Futter. Ich habe davon immer ein paar Dosen im Haus.

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Lichtblick / pixelio.de

Sollte der Durchfall nach 24 Stunden trotz Schonkost immer noch nicht besser sein, oder sollten andere Symptome hinzukommen ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Genau genommen ist Durchfall keine Erkrankung, sondern ein Symptom welches verschiedene Ursachen haben kann. Neben Wurmbefall, Infektionen mit Viren oder Bakterien können auch Stress oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit Auslöser sein. Eine schöne Auflistung der möglichen Auslöser findest du hier. Besonders wenn Durchfall häufiger auftritt oder länger als 24 Stunden anhält ist es unerlässlich die genaue Ursache für das Problem zu finden.

Mit Durchfallerkrankungen ist nicht zu spaßen und im Zweifelsfall rate ich immer zu einem Arztbesuch und den Auslöser zu finden und gezielt zu behandeln.

Erbrechen:

Wenn deine Katze erbricht wirkt das meist schlimmer als es in Wirklichkeit ist. Der ganze kleine Körper vibriert und manchmal wird das Erbrechen auch von herzzerreißenden Schreien begleitet. Dabei ist gelegentliches Erbrechen in den meisten Fällen nicht so schlimm wie es aussieht. Besonders Hauskatzen würgen in Regelmäßigen Abständen kleine Haarbüschel aus uns reinigen damit ihren Magen. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, denn du als Halter mit ein wenig Katzengras unterstützen kannst.

Wenn beim erbrechen aber Nahrung oder einfach nur Flüssigkeit hochgewürgt wird ist Vorsicht geboten. Meist hat auch das einmalige Erbrechen keine Ernsthafte Ursache, du solltest aber einen genauen Blick auf deinen Vierbeiner werfen. Wenn deine Katze schon kurz nach dem Erbrechen wieder munter ist kannst du davon ausgehen, dass es sich um ein einmaliges Ereignis gehandelt hat.   Du solltest allerdings sofort einen Tierarzt aufsuchen wenn deine Katze sich mehrmals täglich erbricht, Blut im erbrochenen ist oder Kot im Erbrochenen ist. Bei letzteren kann es sich um einen Darmverschluss handeln, der sofort behandelt werden muss.

Erbrechen kann viele verschiedene Ursachen haben, wobei die meisten Ursachen im Verdauungstrakt der Katze zu finden sind. Eine mögliche Ursache ist eine Magenschleimhautentzündung, die durch bakterielle oder virale Infektionen, Parasiten oder Fremdkörper ausgelöst werden kann. Eine mitunter kritische Ursache ist eine Vergiftung, die durch giftige Pflanzen in der Wohnung ausgelöst werden kann. Oft ist es aber eine einfache Unverträglichkeit des Katzenfutters.

Auch wenn deine Katze gleich nach dem Erbrechen wieder Hunger hat, solltest du bei einer sonst gesunden erwachsenen Katze mindestens ein paar Stunden mit der nächsten Fütterung warten, damit sich der Magen Darm Trakt beruhigen kann.

Appetitlosigkeit:

Auch die Futterverweigerung ist ein Symptom was du als Katzenhalter ernst nehmen solltest. Es ist nichts dabei, wenn deine Katze mal eine oder auch 2 Mahlzeiten verschmäht. Bei einer kleinen Magenverstimmung oder Unwohlsein kann es schon mal vorkommen, dass das Futter verweigert wird.  So lange die Appetitlosigkeit nicht länger als 24 Stunden andauert und deine Katze wenigstens etwas trinkt brauchst du dir in der Regel noch keine Sorgen zu machen.

Nimmt deine Katze aber länger als 24 Stunden keine Nahrung auf oder verweigert auch die Flüssigkeitsaufnahme solltest du mit deinem Vierbeiner unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Appetitlosigkeit oder Anorexie kann auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein. Die Futterverweigerung kann verschiedene Ursachen haben. Neben Durchfall und Erbrechen ist eine anhaltende Anorexie oft ein Hinweis auf Schmerzen. Bei vielen schweren Erkrankungen kann es zu Appetitlosigkeit kommen, deshalb ist bei anhaltender Futterverweigerung auf jeden Fall der Tierarzt zu kontaktieren.

Fazit:

So lange die verschiedenen Hinweise auf Verdauungsprobleme nicht länger als 24 Stunden anhalten gibt es noch keinen Anlass zur Sorge. In solchen Fällen sollten die Vierbeiner auf Schonkost umgestellt werden. Es gibt verschiedene Mittel, die dabei helfen können die Verdauung der Katze wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Da Mittel Bene Bac beispielsweise ist ein Pulver, dass zur Stabilisierung der Darmflora bei Durchfall- oder Infektionserkrankungen gegeben werden kann. Nach 24 Stunden oder bei dem Verdacht auf eine schlimmere Erkrankung sollte aber immer ein Tierarzt aufgesucht werden um die Ursache der Probleme zu finden.

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2 Comments
  1. tom 4 Jahren ago

    Manchmal muss man echt aufpassen was Katzen so alles in sich rein stopfen. Sind oft wie kleine Kinder und müssen auf allem rumkauen.^^

  2. Zeta Keim 4 Jahren ago

    Meine Katze hatte plötzlich meinen Mords Hunger und hat fast das doppelte gefressen. Das fand ich nicht weiter schlimm, da sie sowieso etwas zart gebaut ist und ruhig das ein oder andere Gramm Fett auf den Rippen vertragen konnte. Nachdem sie aber nach 1 Monat immer noch nicht merklich zugenommen hatte, bin ich mit ihr zum Arzt. Und tadaaa: Sie hatte Schilddrüsenprobleme!
    Nun muss sie täglich Tabletten nehmen um weiteren Heißhunger und gleichzeitiges Abmagern zu verhindern =/ Also auch viel Fressen bei Katzen sollte man im Auge behalten.

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