In Wäldern gibt es viele Einsatzgebiete für Wildkameras, neben der Überwachung besonders beliebter Stellen zur Müllentsorgung oder für Vandalismus ist die Wildbeobachtung besonders für Jäger, Wissenschaftler und Tierbeobachter wichtig. Viele Waldtiere sind sehr scheu oder sogar nachtaktiv, dass macht es den Menschen nicht einfach einen Überblick über die Population oder die Verhaltensweisen der Tiere zu bekommen. Um trotzdem ein zuverlässiges Bild von den Vorgängen in deutschen Wäldern zu bekommen ist gibt es 2 Möglichkeiten. Natürlich können sich Wildbeobachter Tagelang in den Wald legen und hoffen, dass gelegentlich ein Tier vorbei kommt. Diese Methode ist aber sehr mühselig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Aus diesem Grund gibt es die Wildkamera, damit können bestimmte Abschnitte über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Integrierte Bewegungsmelder sorgen dafür, dass die Aufzeichnung nur beginnt, wenn es auch etwas zu sehen gibt. Durch die Verwendung von Infrarot Technik können auch Nachts Aufnahmen gemacht werden. Eine moderne Infrarotkamera liefert bei ausreichend Tageslicht Farbvideos und bei Nacht scharfe Schwarz/Weiß Filme.

Wildtierkamera
Carsten Przygoda / pixelio.de

Natürlich kann man mit einer Wildkamera nicht nur Wildbestände kontrollieren und Tiere beobachten, nicht selten kommt es vor, dass an einigen Stellen regelrechte Verwüstungen stattfinden. Auch dort kommen Wildkameras zum Einsatz um die oder den Übeltäter zu identifizieren. Das ist übrigens auch im privaten Rahmen eine gute Idee. Häufig haben wir im Haus ungebetene Gäste. Sei es im Keller, auf dem Dachboden oder in der Garage. Nichtselten finden Mader, Ratten oder Mäuse ihren Weg in unsere vier Wände. Der Einsatz einer Kamera kann dabei schon sinnvoll sein um heraus zu finden welches Tier eingezogen ist um dann entsprechende Maßnahmen zu planen. Ein etwas unkonventionelles Einsatzgebiet konnte ich auch schon bei einem Ortsansässigen Tierschutzverein sehen. Dort wurde Infrarotkameras eingesetzt um eine gerettete Gruppe Kitten zu überwachen. So wissen die Pfleger immer was die kleinen anstellen und müssen nicht immer anwesend sein. Wildkameras bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten für den Privatgebrauch, aber auch in der Wissenschaft.

5 Antworten

  1. Wäre doch super spannend solche Nacht-Kameras live ins Internet zu stellen. Dann könnten wir alle live die Tiere anschauen ohne sie zu stören. Ist natürlich schwierg wegen dem Internet-Anschluss im Wald, aber mit der neuen LTE-Funktechnik sollte es klappen. Dazu noch ein Solar-Akku und die Sache ist wartungsfrei.

  2. Echt faszinierend, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von solchen Wildkameras doch sind. Persönlich habe ich leider noch keine, aber das könnte sich bald ändern. Ich würde gerne mal schauen, was im Wald nebenan nachts so passiert 😉

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