Heute möchte ich auf ein sehr ernstes Thema zu sprechen kommen, es geht um die Hundetötungen in Rumänien. Aktuell herrscht in diesem Land nahezu der Ausnahmezustand. Dort werden Straßenhunde massenhaft verfolgt und getötet.

Auslöser dieser Hysterie war ein Unfall, der sich am 02.09.2013 in Bukarest ereignete. Dort soll ein erst 4 Jahre alter Junge in einem Park von Straßenhunden angefallen und getötet worden sein. Als erstes möchte ich hier klarstellen, dass mir die Tatsache, dass mir der Tod des kleinen Ionut unendlich leid tut. Niemand kann den Schmerz und den Verlust der Familie auch nur erahnen. Doch was genau ist eigentlich passiert?

Laut Medienaussagen aus Rumänien spielten der 4 jährige Ionut und sein 6 jähriger Bruder in der Nähe eines Parks in Bukarest. Dort wurden sie von Straßenhunden angefallen. Während der große Bruder leicht verletzt entkommen konnte wurde der kleine Ionut von den Hunden getötet. Ob sich die Geschehnisse an diesem Tag wirklich so zugetragen haben ist aber mehr als umstritten. Der Focus berichtet beispielsweise „…Nach Angaben des rumänischen Politikers Corneliu Vadim Tudor wurde der Arzt, der die Autopsie vornahm, unter erheblichen Zeitdruck gesetzt. Tatsächlich gebe es Hinweise, dass der Junge vergewaltigt und getötet worden sei, bevor die Hunde über ihn herfielen. … „.

Nichts desto trotz nutzen viele aufgebrachte Rumänen diesen Vorfall um für ein radikales Vorgehen gegen die Straßenhunde zu protestieren. Auch die Regierung nutzt den Vorfall um ein neues Gesetz zu erlassen, bereits 2012 hat die rumänische Regierung versucht das massenhafte Einschläfern von Straßenhunden zu legalisieren, ist mit diesem Gesetz aber am Verfassungsgericht.

traurige Hunde in Rumänien
Peter Meierhans / pixelio.de

Am 10.09.2013 wurde dieses Gesetz nun verabschiedet, demnach dürfen Straßenhunde nun 14 Tage nach dem Einfangen eingeschläfert werden, solange sich kein Besitzer meldet. Die Wahrheit sieht noch viel schlimmer aus. Im Internet kursieren Videos und Fotos über ganz normale Bürger, die Straßenhunde mit Absicht überfahren. Teilweise werden Hunde gejagt und brutal getötet, sogar lebendig verbrannt. In Bukarest leben ca. 65.000 Streuner und viele Anwohner und die Regierung wollen diese Tiere beseitigen.

Doch wer gibt Ihnen das Recht ein selbst geschaffenes Problem so zu lösen. Tiere werden dort einfach ausgesetzt und können sich unkontrolliert vermehren. Man kann dieses Problem nicht lösen indem viele tausend Hunde einfach getötet werden. Viele Tierschutzorganisationen sprechen sich für Massenkastrationen aus um gegen das Problem vor zu gehen. Außerdem könnte eine Kastrationspflicht für Hundehalter verabschiedet werden.

Ich möchte hier auf brutale Videos und Fotos verzichten, aber ich möchte auch mit aller Deutlichkeit betonen, dass die aktuelle Lage in Rumänien sehr kritisch ist. Wenn du helfen möchtest gegen die Hundemorde vorzugehen, dann kannst du über die Tierschutzorganisation Peta ein Formular unterzeichne und an die rumänische Regierung schicken.

Formular Peta

Weitere Informationen zur Lage in Rumänien:

Spiegel.de: Rumänien erlaubt Tötung von Straßenhunden

Spiegel.de: Terror auf vier Pfoten

ZDF.de: Rumänien erlaubt Tötung von Streunern

Tagesanzeiger.ch: Rumänien erlaubt, dass die vielen Streuner umgebracht werden

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11 Antworten

  1. Furchtbar sowas! Ich frage mich ob die Geschichte mit dem toten jungen so stimmt, oder ob das nicht nur ein Vorwand ist die Hunde zu töten ? =(

    Jedenfalls gut das du darüber informierst, doch ich lese lieber die Artikel von dir über vermittelte oder genesene Katzen 🙂

    Grüße Jens

    1. Hey Jens!
      Recht hast du, die Katzenmeldungen sind mir echt lieber. Doch ich mag den Blog gerade deshalb, weil er auch auf Probleme aufmerksam macht und die Probleme in Rumänien sind echt nicht klein!
      Leider kann man von zu Hause aus am PC echt wenig Bewirken 🙁

      Grüße Paul

  2. Einfach nur grausam – wie kann so etwas in einem Land, das in der EU ist (!!) nur passieren? Da kümmert man sich um Richtlinien zum Krümmungsgrad von Gurken aber solche Geschichten sind es wohl nicht wert, die Aufmerksamkeit von EU-Politikern zu erregen?

  3. Ich finde es besonders erschreckend, dass die Todesursache des Jungen nicht einmal genau geklärt wurde beziehungsweise alles vertuscht und auf die Straßenhunde geschoben wurde. Was sagt das über die Sicherheit eines Landes aus, wenn ein kleiner Junge möglicherweise vergewaltigt und getötet wurde und die Todesumstände nicht einmal geklärt werden, sondern einfach ein Sündenbock gesucht wird? Wenn man so etwas liest kann man einfach nur dankbar sein in so einem sicheren Land leben zu dürfen. Hier sehe ich auch einen engen Zusammenhang mit dem Umgang mit Tieren:
    Wenn so mit Menschen (in dem Fall Kindern!) umgegangen wird, was erwartet man sich dann von den Umgang mit Tieren?

  4. Hallo,
    ich bin auch sehr froh das wir hier leben und nicht in Rumänien.
    Ich hasse es das man da nicht gegen tun kann und nur mitbekommt wie viele Tiere (Hunde) sterben .
    Warum muss das sein und warum können diese Menschen so brutal sein?
    Was könnte man denn noch tun? Und wie könnte ich noch helfen?
    Ich unterstütze gerne

  5. Eine absolute Frechheit, dass sowas einfach legal ist. Mir kommen die Tränen, wenn ich das lese:(. Sehr sehr traurig und schockierend. Leider wind wir wahrscheinlich recht machtlos. Im Tierschutz bin ich schon engagiert, aber das ist alles immer ein Tropfen auf den heißen Stein leider.

  6. Da muss ich zustimmen. Alle, die Tiere so quälen, verdienen es selbst so gequält zu werden um einmal zu verstehen, was sie den Lebewesen damit antun. Schockieren,d dass es so etwas heute noch gibt!

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