Nicht jeder kann es seinen Katzen ermöglichen nach draußen zu gehen. Viele Halter vergessen dabei leider, dass Wohnungskatzen andere Bedürfnisse haben als Freigänger. Feigänger können sich draußen austoben, sie markieren ihr Revier an Bäumen und Zäunen. Dort gibt es viel zu entdecken und zu jagen.

In einer Wohnung oder einem Haus wollen Katzen das gleiche machen. Sie wollen jagen, spielen, ihr Revier erkunden und markieren. Um Katzen dies zu ermöglichen möchte ich dir heute 5 Dinge auflisten, die eine Wohnungskatze unbedingt benötigt.

1. Kratzmöglichkeiten:

Kratzmöglichkeiten sind für Wohnungskatzen unverzichtbar. Katzen in freier Wildbahn  markieren ihr Revier durch Kratzen an Bäumen, dieses Verhalten zeigen auch Katzen in einer Wohnung. Sind nicht ausreichend Kratzmöglichkeiten verfügbar, dann muss of die Anbauwand oder das Sofa dran glauben. Deshalb sollte es in jedem Katzenhaushalt mindestens einen Kratzbaum geben. Zusätzlich empfehle ich jedem Katzenhalter für weitere Kratzmöglichkeiten in Form von Kratzbrettern oder Kratztonnen zu sorgen.

Was du bei der Anschaffung von einem Kratzbaum beachten sollest kannst du in meinem Artikel „Der Kratzbaum – Teil 1: die Grundlagen“ nachlesen.

2. artgerechtes Futter:

Freigänger fangen sich gelegentlich selbst etwas zu fressen, da landet schon mal eine Maus oder ein Vogel zusätzlich auf dem Speiseplan. Wohnungskatzen haben diese Möglichkeit nicht, deshalb solltest du hier noch mehr auf eine gesunde und artgerechte Ernährung deiner Vierbeiner achten. Natürlich spielt auch bei Freigängern eine gesunde Ernährung eine sehr wichtige Rolle.

Alles zum Thema Katzenernährung kannst du in meinen Artikelserien zur „Katzenernährung“ und meinem „Katzenfutter Test“ nachlesen.

3. eine zweite Katze:

Wohnungskatzen
Regina Kaute / pixelio.de

Grundsätzlich rate ich jedem Katzenhalter sich 2 Katzen in Haus zu holen, was bei Freigängern ein guter Rat ist ist bei Wohnungskatzen ein unbedingtes Muss. Freigänger können draußen soziale Kontakte pflegen und haben dort die Möglichkeit Kontakt zu anderen Katzen zu pflegen. Wohnungskatzen benötigen mindestens eine zweite Katze im Haushalt. Das hat verschiedene Gründe. Katzen können miteinander spielen, sich jagen und sich gegenseitig putzen. Diese tätigkeiten sind mit Menschen nur bedingt möglich. Außerdem ist das Leben für die Katzen nicht so langweilig wenn der Mensch mal nicht da ist.

4. genügend Katzentoiletten:

Katzen können sehr eigen sein, wenn es um ihr „Geschäft“ geht. Freigänger gehen häufig nach draußen um sich zu erleichtern. Trotzdem muss auch ihnen die Möglichkeit geboten werden mindestens eine Katzentoilette aufzusuchen. Für die Anzahl an Katzentoiletten gilt die Faustregel: Anzahl Katzen im Haushalt + 1. In einzelfällen können auch weniger Toiletten ausreichen, dann steigt aber auch die Warscheinlichkeit, dass man mal eine feuchte Ecke findet.

5. Spielsachen:

Um ihren Jagdtrieb auszuleben benötigen Katzen Spielsachen. Im Fachhandel gibt es fast nichts was es nicht gibt. Ich persönlich finde eine Mischung aus Intelligenzspielzeug, Spielangeln und kleinen günstigen Spielsachen. Es bietet sich auch an Spielsachen selbst herzustellen, da Katzen mitunter sehr anspruchslos sind und sich sehr viel zum spielen eignet. Ein paar Ideen für selbstgemachtes Katzenspielzeug findest du in meinen Artikeln: „10 Katzenspielzeuge einfach selbst gemacht“ oder „Katzenfummelbrett selber basteln“.

15 Antworten

  1. Ich hatte früher auch eine Katze, die leider nur in der Wohnung leben konnte. So schön es mit der Katze auch war, ich würde das nicht wieder machen. Immer hatte ich irgendwie ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber…

  2. Schön, dass Du den Aspekt „zweite Katze“ ansprichst! In reiner Wohnungshaltung sind zwei Katzen in 99% aller Fälle immer besser als eine. Katzen, die als Einzelgänger glücklich sind, gibt es sicherlich auch…aber nicht allzu viele 🙂

  3. Ich findes es auch sehr wichtig das Katzen die nur in der Wohnung leben mehere Kratzmöglichkeiten haben. Nur ein winziger Kratzstamm im Wohnzimmer ist viel zu wenig. Natürlich kratzen die Tiere dann am Sofa. Finde ich gut das du zeigst, dass das ein Fehler des Halters ist und nicht der Katze.

  4. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Katzen sich zu zweit (oder dritt) viel wohler fühlen. Das haben wir bei unserem Hauskater Toni gesehen: Vorher eher der stille und zurückhaltende, kaum gespielt…Und nun seid ca. 1 Jahr seitdem wir Zuwachs bekommen haben ist er wie von einer anderen Welt 🙂 Er ist jetzt viel verspielter und wirkt irgendwie glücklicher. Hätte nie gedacht, dass Katzen/ Kater so aufblühen können, wenn sie einen Spielkameraden haben 🙂

    LG
    Lissy

  5. Und 6.: Menschliche Wesen, die sie hinterhältig, grundlos und total überraschend anfallen können. Vorzugsweise morgens zwischen 4 und 6 Uhr, während die menschlichen Wesen – sicherlich unberechtigt – schlafen. Was fällt denen auch ein?? „Spiel mit mir! JETZT!“ :)))

    Ja, aber ansonsten stimme ich dir völlig zu. Ich habe zwei Katzen und die fühlen sich – denke ich mal – richtig wohl bei mir 😉

    LG,
    Maus

  6. Ein sehr hilfreich geschriebener Blogpost. Besonders der Hinweis mit der zweiten Katze im Haus oder Wohnung gefällt mir. Nichts ist für eine Katze weniger schön, als wenn sie bei Berufstätigen acht Stunden oder länger alleine mit sich ist.

  7. Unsere beiden Terrorkater brauchen immer einen gemütlichen Platz am Fenster. Das ist wie Kino – speziell im Frühling wenn die Vögel unter dem Dach nisten und immer am Fenster vorbei fliegen 😉

  8. Hi Stephan,
    Danke für diesen Artike l…

    „Grundsätzlich rate ich jedem Katzenhalter sich 2 Katzen in Haus zu holen“ Jap da stimme ich Dir voll und ganz z u, denn auch unsere 2 Stubentiger sind zu 2 total glücklich. Wir hätten uns nie nur eine Katze / Kater ins Haus holen können. Lieber haben wir uns dann für 2 Katzen von der gleichen Mutter entschieden.

    Danke für diese 5 tolle Tipps 🙂

    Katzen Grüsse

    Sylvia

  9. Ich beschäftige mich erst seit ganz kurzem mit dem Thema Katzen und bin dankbar für jede Tipps. Mich würde interessieren, ob man eine Katze ähnlich halten kann wie einen Hund. Ich meinem kann man Katzen daran gewöhnen das sie einen immer begleiten? Also mit zur Arbeit oder zur Gassirunde.

  10. Hallo,
    auch wenn es für ganz junge und ältere Stubentieger auf jeden Fall nichts ist: Die eigene frische Echte Katzenminze anbauen ist immer positiv. Katzen reagieren darauf un mit meinen Ostera Seedballs ist der Einsatz kinderleicht (nicht jeder hat einen grünen Daumen) und alle Inhaltsstoffe sind bekannt – Du warst der Anbauer…
    Und das Schöne: auch Menschen können es nutzen – als Tee oder (wohl) auch als Rauchware.
    Aber die lieben Kleinen freuen sich darüber und es kann hilfreich sein – als Trainingsunterstützung.

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