regelmäßige Wurmkur bei Katzen – sinnvoll oder nicht?

Bandwurm

Über die Anwendung einer regelmäßigen Wurmkur bei Katzen habe ich schon viele unterschiedliche Informationen gehört. Es ist leider oftmals nicht ganz einfach heraus zu finden was richtig und was falsch ist. Am häufigsten kursiert der Hinweis durch Internet, dass Katzen vorsorglich alles 3 Monate entwurmt werden sollten. Auch viele Tierärzte empfehlen dieses Vorgehen. Ich möchte diese Regelung einmal hinterfragen und dir zeigen wie eine gute Vorbeugung und Behandlung von Würmern aussieht.

Diagnose und Behandlung von Würmern:

Als erstes solltest du dir einmal Gedanken über Wurmkuren an sich machen. Oftmals bekommen Katzen diese Tabletten oder Pasten 4 mal im Jahr verabreicht ohne das diese Vorgehensweise von den Haltern hinterfragt wird. „Wenn der Tierarzt das empfiehlt wird es schon richtig sein“ oder so ähnlich werden Katzenhalter wohl denken. Sie wollen den Katzen ja auch etwas Gutes tun und ihre kleinen Körper frei von Würmern halten, aber ist diese Praxis wirklich notwendig.

Es ist nun mal so, dass jede Wurmkur ein Medikament ist und Medikamente sollten nie einfach so gegeben werden. Wurmkuren sind nichts anderes als Gift, welches die Würmer im Katzenkörper tötet, damit diese ausgeschieden werden können. Natürlich werden diese Gifte nicht nur von den Würmern aufgenommen, sondern auch Katzen nehmen bei jeder Wurmkur Giftstoffe auf.

Die Pharmaindustrie behauptet, dass Wurmkuren für Hunde und Katzen komplett harmlos sind. Ich für meinen Teil kann das nicht so ganz glauben. Wenn du den Aussagen der Pharmaindustrie glauben schenkst, dann kannst du dich ganz einfach selbst überzeugen. Geh einfach auf google.de und suche nach „Wurmkur Katzen Nebenwirkungen“, dort kannst du genügend Berichte über Nebenwirkungen diverser Wurmkuren nachlesen.

Einen anderen Weg bieten regelmäßigen Kotuntersuchungen beim Tierarzt, diese kosten etwas genauso viel wie eine entsprechende Wurmkur. Dabei untersucht der Arzt eine Kot probe der Katzen auf Befall von Würmern, wenn keine Spuren von Würmern gefunden werden wir auch nicht entwurmt.

Leider kann durch eine Kotuntersuchung ein Wurmbefall nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, da auch Würmer eine Entwicklung im Katzenkörper durchlaufen und nicht sofort im Kot zu finden sind. Es ist also durchaus möglich, dass trotz negativer Kotuntersuchung ein Wurmbefall vorliegen kann. Aus diesem Grund sollten Kotuntersuchungen maximal alle 3 Monate gemacht werden.

Wie lange wirkt eine Wurmkur?

Bandwurm

Maja Dumat / pixelio.de

Wurmkuren haben eine Wirkdauer von ca. 24 Stunden. Das heißt nach 24 Stunden ist die Katze definitiv Wurm frei. Einen vorsorglichen Schutz vor neun Würmern bietet die Kur aber nicht. Bereits einen Tag nach Gabe der Wurmkur können Katzen sich erneut mit Würmern anstecken. Bis die Würmer aus den Eiern schlüpfen können je nach Art des Wurms aber ein paar Wochen vergehen.

Kann ich meine Katze vor Wurmbefall schützen?

Diese Frage ist schnell und einfach mit einem nein zu beantworten. Die Gefahr einer Wurminfektion ist bei Freigänger Katzen um einiges höher als bei Wohnungskatzen. Die Stubentiger nehmen die Würmer über Beutetiere wie Mäuse oder Vögel auf, aber Wurmeier können auch über Schuhe oder Dreck den Weg in die Wohnung finden. Auch Kitten sind von Wurmbefall nicht sicher, da sie über die Muttermilch ebenfalls mit Würmern infiziert werden können.

Eine Impfung oder einen vorbeugenden Schutz gibt es leider nicht, deshalb sind regelmäßige Kotuntersuchungen ja auch so wichtig.

Können Würmer auch auf Menschen übergehen?

Leider können sich auch Menschen mit Würmern infizieren, wobei die meisten aber für den Menschen völlig ungefährlich sind. Es gibt aber auch Ausnahmen wie den Fuchsbandwurm. Wird ein Fuchbandwurmbefall beim Menschen nicht behandelt kann dieser schwere Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen. Eine Ansteckung ist aber sehr selten.

Fazit:

Ich kann von den so häufig angeratenen vierteljährlichen Wurmkuren nur abraten. Auch wenn die Mittel nicht als schädlich gelten handelt es sich um eine Chemiekeule, die wir unserer Katze geben. Ich würde jedem Katzenhalter raten regelmäßige Kotuntersuchungen machen zu lassen. Bei Wohnungskatzen sind vierteljährliche Untersuchungen vollkommen ausreichend. Bei Freigängern ist es durchaus sinnvoll den Kot häufiger untersuchen zu lassen.

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4 Comments
  1. Nina 4 Jahren ago

    Also meiner Meinung nach ist es wirklich sehr wichtig das man seine Katze gegen solche Würmer schützt. Jedoch solte man es auch nicht übertreiben den diese Wurmkuren sind wirklich die reinsten Chemiekeulen. Meiner Katze will ich definiv nicht zuoft diesen Stress und vorallem nicht diese Chemiekeule antun.

    • Uschi 1 Jahr ago

      Hallo Stephan Danke ich seh das genau so wie du dass eine Kotuntersuchung weitaus sinnvoller ist als viermal Chemie reinzudonnern in so nen kleinen Körper aber wenn dann positiv sehr wohl vernöten ganz klar! Denke an die Empfehlung bzgl. des Mittels das man in den Nacken drei bis viermal tun soll_ reines Nervengift- mein Kater Findus hatte eine Woche Danach sowas wie epileptische Anfälle und die Warnung für uns das Tier erstmal nicht zu streicheln und nicht mit den Fingern mit dem Zeug in Kontakt zu kommen sollte uns aufhorchen lassen. Übrigens dieser Gastartikel wurde der von einem Tierarzt geschrieben ? denn dort wird 4x Wurmkur empfohlen…

  2. Marc 4 Jahren ago

    Hallo,

    da ich regelmässig meine katzen beim Tierarzt untersuchen lasse, bestehe ich auch auf die Wurmkur!

    Wir wohnen auf dem Lande und haben unsere beiden Lieblinge es ermöglicht, als Freigänger die Welt zu erkunden.

    Meiner Meinung nach ist gerade die Wurmkur ein wirklich wichtiger Faktor, der immer kontrolliert werden sollte.

    Die Folgensind doch sehr viel schwerwiegender, wenn man seine Katze nicht regelmässigen mit Wurmkuren „kontrolliert“, als diese zu vernachlässigen!

    Gruß
    Marc

  3. Alex 3 Jahren ago

    Die Wurmkur ist schon ein schwieriges Thema, zum einen werden Katzen leicht befallen und es belastet sie sehr. Bei den vielen unterschiedlichen Wurmarten und sehr leichten Infizierung kann man seine Katzen garnicht 100% davor schützen.

    Aber die meisten Wurmkuren sind, wie von Nina schon gesagt, richtige Chemiekeulen die auch die Katzen schädlich betreffen.
    Allerdings gibt es inzwischen auch schonende biologische Wurmkuren für Katzen, kann sein das diese nicht ganz so schnell wirken, aber Chemie oder Bio, das muss jeder Katzenhalter letztenendes für sich entscheiden.

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