Grundlagen der natürlichen Hundeernährung

BARF – Biologisch Artgerechte Rohfütterung

Im Englischen steht die Abkürzung BARF auch für Bones and Raw Food. Hierbei handelt es sich um die artgerechte Ernährung eines Fleischfressers. Hunde, Katzen, aber auch Frettchen gehören zu den genannten Karnivoren (= Fleischfressern).

Mit der Rohfütterung wird versucht das natürliche Beutetier „nachzubauen“, da die wenigsten die Möglichkeit haben komplette Tiere zu verfüttern. Entscheidet man sich für das Barfen seines Vierbeiners, sollte man sich vorher gut informieren. BARF ist zwar nicht kompliziert dafür aber komplex und man sollte schon die Grundlagen von BARF wissen, um einfach gewährleisten zu können, das es zu keiner Fehlernährung kommt. Abwechslung ist hier sehr wichtig und ein absolutes Muss!

Die Zusammenstellung für eine Tagesration sollte bei einem Hund in etwa so aussehen:
80% Fleisch Anteil davon 50% Muskelfleisch, 20% Pansen oder Blättermagen, 15% Innereien und 15% Knochen, 20% Pflanzlicher Anteil unterteilt in 70% Gemüse und 30 % Obst. Fleisch, fleischige Knochen und Innereien werden immer roh verfüttert, eben so wie das Obst und Gemüse.
Gemüse und Obst sollte dabei immer püriert mit etwas Öl verfüttert werden, damit der Hund die Vitamine und Nährstoffe besser aufnehmen und verwerten kann. In den rohen Lebensmitteln sind noch alle natürlichen Vitamine, Mineralstoffe, und Spurenelemente enthalten, die wichtig für eine
gesunde Ernährung des Hundes sind.

Die Tagesfuttermenge orientiert sich nach Alter, Gewicht und Aktivität des Hundes.
Bei Ausgewachsenen Hunden sind es etwa zwischen 2-3% Prozent des Körpergewichtes und bei Welpen und Junghunden zwischen 4-6%. Eier, Kräuter, Milchprodukte und Getreide können auch verfüttert werden, vorrausgesetzt es sind keine Allergien oder Unverträglichkeiten vorhanden.
Bei abwechslungsreicher Fütterung braucht ein Hund der gebarft wird keinerlei Futterergänzungen. Futterergänzungen setzt man eher bei kranken Hunden ein, die beispielsweise Probleme mit den Gelenken, der Verdauung o.ä. haben, um damit den Heilungsprozess zu unterstützen. Bei gesunden Hunden kann man kurweise in einem Zeitraum von 2-4 Wochen, ein- bis zweimal im Jahr Futterergänzungen dazu geben, um z.B. das Immunsystem zu stärken oder um den Fellwechsel zu unterstützen.

Vorteilhaft an BARF ist, dass das Futter immer individuell auf die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden kann und man genau weiß, was in den Napf kommt. Deswegen ist BARF auch sehr gut für empfindliche und ernährungssensible Hunde geeignet.

Copyright Sandra Hess von ich-barfe.de

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9 Comments
  1. Ilse 4 Jahren ago

    Die richtige Ernährung ist bei Hunden genauso wichtig wie bei Menschen. Viele vernachlässigen das. Mir ist ein Fall bekannt, bei dem ein Pekinese ständig gekochte Hähnchenschenkel bekommen hat. Bald wollte der Hund schon gar nichts anderes mehr Essen und starb nach kurzer Zeit an Arthrose.

  2. Sanny 4 Jahren ago

    Hallo Ilse,

    du hast vollkommen recht, gesunde und artgerechte Ernährung ist bei jedem Lebewesen wichtig.
    Beim Hund sollte man allerdings keinerlei gekochte oder gebratene Knochen verfüttern, diese können splittern und schwere Verletzungen verursachen. Wenn Knochen, dann bitte nur roh und mit viel Fleisch dran!
    Gekochte Mahlzeiten sind hingegen für den Hund oder die Katze nicht all zu verkehrt, viele kranke Hunde z.B. vertragen nur selbstgekochte Nahrung.
    Der Nachteil an dieser Fütterungsart ist nur, das beim Kochen sämtliche Vitamine und Mineralstoffe verkochen und zerstört werden, daher sollte man immer ein Mineral- und Vitaminpräperat dazu ergänzen. Damit es auch zu keinerlei Mangelerscheinung kommt, das selbe gilt natürlich auch für die Katze.

  3. Ilse 4 Jahren ago

    Hallo Sanny,
    mit den Vitaminen hast du vollkommen Recht. In diesem Fall war das aber nicht so. Im Gegenteil: ab und an durfte der Hund an Frauchen Eis lecken. Naja, die Gute war schon betagter und sah in ihrem Hund ihr Kind. Und in diesem Sinne hat sie ihren Hund totgeliebt.

  4. Sanny 4 Jahren ago

    Hallo Ilse,

    das ist natürlich noch was anderes. Ein Hund ist immer noch ein Hund und sollte nicht wie ein Mensch behandelt werden.
    So sehr wir sie auch lieben, wir tuen uns und dem Hund keinen Gefallen damit. Wie in deinem Beispiel schon erwähnt .. 😉

  5. Lisa 4 Jahren ago

    Seit wann gehören Hunde denn zu den Kleintieren?^^
    Wie auch immer. Danke für die Infos. Habe viel neues gelernt.

    • Author
      stephan 4 Jahren ago

      Mit Kleintieren hat alles angefangen, aber ich versuche mein Spektrum ständig zu erweitern 🙂

  6. Robin 4 Jahren ago

    Was noch gar nicht so rauskam in deinem Beitrag: Der Stoffwechsel der Hunde verbessert sich auch sehr stark. Seit wir bei unseren drei Rackern auf Rohfutter umgestellt haben, wird von dem Essen, was sie bekommen, auch viel mehr durch den Körper verwertet (äußerte sich dann darin, dass die Stoffwechselendprodukte in viel geringerer Menge nur noch vorhanden sind).

  7. Stefan 4 Jahren ago

    Hallo, vielen lieben Dank für den interessanten Artikel. Da mein Kleiner gegen viele Futter- und Fleischsorten allergisch ist (derzeit ist sein Bauch auch wieder ganz kahl) ist BARF definitiv einen Versuch wert! Beste Grüße

  8. stevan zimmer 4 Jahren ago

    ich habe mich bis jetzt noch immer geweigert zu barfen, habe einfach angst das meiner englishen bulldog irgend welche sachen in der ernährung fehlen und füttere lieber gutes fertigfutter.

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