Grundlagen der Hundeerziehung – Dummytraining

Dummytraining

Als Dummytraining bezeichnet man einen Hundesport, der immer mehr auf dem Vormarsch ist. Diese abwechslungsreiche Beschäftigung fördert die Fitness und das Gehirn jedes Apportierfreudigen Hundes. Seinen Ursprung hat das Dummytraining in der Ausbildung von Jagdhunden. Ursprünglich wurden fast ausschließlich Retriever für die Jagd auf Wasservögel zum Apportieren nach dem erfolgreichen Schuss ausgebildet. Damit bei der Ausbildung auf totes- oder lebendes Wild verzichtet werden konnte wurden sogenannte Dummys eingesetzt. Diese Dummys bestehen meist aus Segeltuch und sind mit Granulat aus Kunststoff gefüllt.

Mittlerweile wird das Dummytraining nicht mehr ausschließlich in der Jagt eingesetzt. Es hat sich eine eigene Hundesportart daraus entwickelt, die auch bei Hundeschulen immer beliebter wird. Auch der BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.) dem mehr als 700 Hundetrainer deutschlandweit angeschlossen sind verzeichnet ein wachsendes Interesse am Dummytraining.

Dummytraining

Marcus Brauer / pixelio.de

Durch wechselndes Gelände und die unterschiedlichen apportieraufgaben stellt das Training eine sehr anspruchsvolle und abwechslungsreiche Beschäftigung für Hunde verschiedener Rassen dar und wird dadurch nie langweilig. Hunde werden dabei nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert. Als Basis für ein erfolgreiches Dummytraining muss allerding das Zusammenspiel zwischen Hundehalter und Hund sehr gut funktionieren.

Ist das aber gegeben wird bei diesem Sport der Teamgeist zwischen Mensch und Hund gefordert und gefördert. Beim Dummytraining gibt es verschiedene Disziplinen, das Markieren, die Verlorensuche und das Einweisen. Diese unterschiedlichen Teilgebiete fordern jeweils viel Training und ein eingespieltes Team aus Mensch und Hund. Beim Markieren werden die Dummys von einem Helfer geworfen und der Hund muss dabei zusehen und sich merken wo die Dummys gelandet sind.

Diese Aufgabe erfordert ein hohes Maß an Ruhe, Geduld und Gedächnissleistung vom Hund. Erst nach einer gewissen Wartezeit darf der Hund auf Kommando die Dummys suchen und zu seinem Halter zurück bringen. Bei der Verlorensuche werden verschieden Dummys in einem bestimmten Bereich (meist etwa 50m X 50m) ausgelegt. Halter und Hund wissen nicht wo sich die Dummys befinden und der Hund muss mit Hilfe seiner Nase suchen und nach Möglichkeit alle Dummys zurück bringen.

Die mit Abstand abwechslungsreichste Disziplin ist das Einweisen. Hierbei weiß nur der Halter wo sich die Dummys befinden. Somit muss der Halter den Hund quasi zum Dummy steuern ohne selbst seine Position zu verlassen. Der Hund muss also lernen auf Handzeichen die Richtung zu wechseln und auf Kommando stehen zu bleiben bzw. weiter zu laufen und zu suchen. Hierbei kommt es auf eine Perfekte Kommunikation zwischen Hund und Halter an. Mittlerweile gibt es an vielen Hundeschulen Angebote für Dummytraining, aber auch online gibt es das ein oder andere Video als Anleitung für ein erfolgreiches Training.

Das Dummytraining stellt meiner Meinung nach eine sehr gute Möglichkeit seinem Hund zu fördern und zu fordern. Es benötigt viel Training und einen gehorsamen und gut erzogenen Hund. Hat man die nötige Ausdauer dafür steht dem Spaß für Hund und Halter nichts mehr im Weg.

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9 Comments
  1. Susanne Ranster 4 Jahren ago

    Das Dummytraining könnte die Rettung sein, ich habe eine Dackeldame und die hört einfach überhaupt nicht…
    Bei Erfolg werde ich es euch wissen lassen 😉

    Vielen Dank!

  2. Hans-Jürgen Röttger 4 Jahren ago

    Das Dummytraining machen unser Zwergpudel und ich auch gerne. Leider passiert es immer wieder, dass der Hund zwischendurch einfach keine Lust mehr hat, und durch Gerüche abgelenkt wurde. Wenn dann auch gutes Zureden nichts mehr nutzt, kommt Herrchen wenigstens zu Bewegung. Jetzt renn ich nach dem Dummy, suche und bringe ihn zurück. Der Gipfel ist dann, wenn unsere Pudeldame interessiert zuschaut und es fehlt nur noch, das freundlich mit dem Schwanz gewedelt wird. „Gut gemacht, Herrchen“

  3. Nico 4 Jahren ago

    Wir trainieren jetzt schon von Anfang an mit unserem Hund. Mit dem Dummy kann man viele verschiedene Aufgaben und Denkspiele mit dem Hund spielen. Der kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der Dummy gehört bei uns zu jeden Spaziergang.

  4. Franziska 4 Jahren ago

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich finde das Dummytraining eine super Sache. Der Hund wird ausgelastet und die gesamte Hundeerziehung wird einfacher. Liebe Grüße Franzi

  5. Erni Hofmann 4 Jahren ago

    Hallo,
    wir haben den Dummy auch schon von anfang an und ich kann das nur bestätigen das er seinen zweck erfüllt und echt gut für den Hund ist

  6. Lidia Lange 4 Jahren ago

    Hallo,
    leider kenne ich mich in solchen Dingen nicht aus aber ich werde es mal ausprobieren und schauen ob es bei meinen auch klappt

  7. Mario 4 Jahren ago

    Wir haben/hatten einen Angsthund. Wir haben unendlich viel Zeit mit dem Futterbeutel trainiert und sind sogar so weit gegangen dem Hund nur noch über diesen Beutel zu füttern, sonst gab es nichts mehr. Es war eine harte Zeit aber aus einem Angsthund ist nun nach 14 Monaten ein ganz normaler und glücklicher Hund geworden!

  8. thomas 1 Jahr ago

    Ich hab es auch mal ausprobiert und ich muss sagen, es funktioniert sehr gut. Danke für die hilfreichen Tipps

  9. Hundefreund 10 Monaten ago

    Ich sollte mich auch einmal mit dem Dummytraining beschäftigen. Habe hier ja was gutes darüber gelesen und warum nicht selbst auch mal ausprobieren 🙂

    Schöne Grüße Maxi

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