Erziehung und Abrichtung eines Hundes muss sein

Ich freue mich heute einen weiteren Gastartikel veröffentlichen zu dürfen. Danke an Ingo für diesen Artikel über Hundeerziehung.

So wie beim Menschen ist auch bei einem Hund eine konsequente Erziehung wichtig. Ungezogene und nicht hörende Hunde sind für den Besitzer und auch für die Umwelt störend.

Doch für die Erziehung des Hundes benötigt man Kenntnisse. Auch ist für die Erziehung viel Liebe, Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt, damit eine konsequente Erziehung durchgeführt werden kann. Hier muss gesagt werden, dass Erziehen nicht dressieren oder abrichten bedeutet.

Eine gute Erziehung des Hundes zeigt sich darin, dass der Hund nicht unaufgefordert auf das Sofa springt. Auch wird er nicht lange bellen, wenn er alleine bleiben muss. Weiterhin wird er nicht den Teppich, die Schuhe und die Möbel benagen. Auch das ruhig Sitzen im Auto ist eine Erziehungssache, so dass er nicht im Auto hin und her hüpft.

Man benötigt dazu viel Ruhe, Geduld und Aufmerksamkeit und Konsequenz. So darf man nicht die Geduld verlieren, wenn der Hund mal den Teppich oder die Schuhe anknabbert.

Das Gleiche trifft auch für die Abrichtung des Hundes zu. So kann ein gut abgerichteter Hund dem Jäger oder dem Polizisten eine große Hilfe sein. Ein gut ausgebildeter Blindenhund ist blinden Menschen im täglichem Leben eine große Unterstützung und führt ihn sicher durch den Straßenverkehr.

Wichtig ist zu wissen, dass das Tier nicht etwas Falsches macht, um seinen Herrn zu ärgern oder einen materiellen Schaden zufügen möchte.

Nagt der Hund an Dinge, die nicht für ihn bestimmt sind, dann macht er das meistens aus reiner Neugier. Dann merkt er erst , dass sich dieser Gegenstand bestens zerfetzen, zerkauen oder auch zum Drauflegen eignet. So muss man dem Hund zu verstehen geben, dass das für die Zukunft verboten ist. Doch der Hund wird dieses Verbot nicht gleich beim ersten mal mit seinem Handeln verknüpfen. Dazu benötigt er ständige Wiederholungen dieser Verbote. Er wird dann begreifen, dass er das, was er tut nicht richtig ist und es nicht darf.

Doch es kann ein paar Tage oder auch Wochen dauern, bis er dieses Verbot begreift und anerkennt.

Von Anfang an des Zusammenlebens muss man dem Tier klar machen, was es darf und was für ihn verboten ist. Natürlich dürfen dabei keine Kompromisse gemacht werden, wenn er sich mal nicht ordentlich benommen hat. Man kann nicht diesen kleinen Welpen einmal belustigt beobachten, wenn er den Teppich annagt und dann nach vielleicht einigen Wochen später den Kleinen mit einen Klaps bestrafen. Dadurch verliert man die Autorität gegenüber dem Hund.

Es ist natürlich nicht leicht, den jungen Hund von unerwünschten Taten abzuhalten. Dazu muss man immer in der Nähe sein. Dann kann man sofort eingreifen und ihn auf frischer Tat tadeln. Eine Strafe, wenn auch nur ein halbe Stunde später, kann dazu führen, dass sich der Hund vor seinem Herrchen zu fürchten beginnt. Denn der „Kleine Racker hat ja seine Untat schon wieder vergessen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es Hunde mit schlechtem Gewissen nicht gibt. Sie spüren aber die Stimmungslage ihres Herrchens. Ist dieser ärgerlich, dann drücken sie sich mit eingeklemmten Schwanz zwischen den Hinterläufen an den Boden, um nicht die schlechte Laune abzubekommen. Ist sein Herr aber fröhlich, dann spring der Hund auch hin und her.

Manche Hunde reagieren schon auf ein leichtes Zischen als Zeichen des Tadels. Andere benötigen laute Worte des Tadels, damit er begreift, was er darf oder nicht. Die Weichheit oder die Härte des Hundes ist entscheidend, ob ein leichter Klaps mit der Zeitung oder ein heftiger Griff ins Nackenfell ausreicht.

Doch sollte die Strafe nicht schmerzhaft sein. Der Hund soll nur beeindruckt werden. Auch soll ihm klar gemacht werden, wer der Herr im Hause ist, also sein Herrchen der Ranghöhere im Rudel ist. Diese Strafe wirkt nur, wenn sie gleich nach der Untat erfolgt.

Allerdings, wenn es um die Stubenreinheit des Welpen geht, ist eine Strafe unangebracht. Nässt der Welpe im Hause deshalb hin,  weil er seine Ausscheidungsorgane noch nicht unter Kontrolle hat oder ihm noch nicht gezeigt wurde, dass er sein Geschäft nicht innerhalb des Hauses erledigen darf, ist Strafe unangebracht. Im Gegenteil muss der junge Hund gelobt werden, wenn er sein Geschäft in erlaubten Zonen erledigt. Ein Pfui reicht aus als Tadel, wenn er es an unerwünschten Orten tut.

Sollte es doch mal vorkommen, dass einmal ein kleines Malheur im Hause geschieht, dann sollte man ihn gleich an den Ort bringen, wo sein Geschäft erlaubt ist. Dort sollte man ihn dann auch loben.

Jeder Hund kann erzogen werden. Doch welcher Zeitaufwand und Ausdauer notwendig ist, ist schlecht zu sagen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich nicht alle Tierarten erziehen lassen, aber dressieren kann man jedes Tier.

So sollte der ganze junge Hund schon lernen,  dass er links und ganz dicht neben seinem Herrn zu gehen hat, also nicht vorzulaufen und auch nicht nachzuhängen hat. Bei längeren Spaziergängen sollte er lernen, dass er sich dem Tempo und auch der Richtungsänderung seines Herrchens anzupassen hat. Auch hat er sich zu setzen, wenn sein Herr stehen bleibt. Wird die ganze Sache geduldig geübt, geht der Hund nach ein paar Monaten manierlich an der Leine.

Auch das Wort „Sitz“ muss der Welpe als Befehl erst einmal lernen. Damit er weiß, was damit gemeint ist, hält man ihn anfangs am Halsband oder im Brustbereich fest und drückt sanft sein Hinterteil aber bestimmt zu Boden. Dabei wird der Befehl „Sitz“ wiederholt. Nun muss er noch lernen, dass er erst wieder aufstehen darf, wenn wir es wünschen. Dazu  hält man ihn sanft fest und übt das ganze nur kurz. Wiederholt man dieses Training öfters, dann hat er nach einigen Tagen keine Hilfestellung mehr nötig. Er bleibt dann von alleine gehorsam an seinem Platz sitzen.

Er wird sich dann immer brav hinsetzen, ob beim Halsband anlegen und auch wenn er sich auf Ruf nähert.

Das Erlernen des Befehls „Platz“ geht genauso vor wie beim Befehl „Sitz“. Spricht man den Befehl „Platz“ aus, drückt man den jungen Hund im Schulter- und Kruppenbereich sanft zu Boden, so dass er sich hinlegen muss. Er muss solange liegen bleiben bis der Befehl zum Aufstehen gegeben wird. Hat der Hund diesen Befehl verstanden, wird er sich brav nieder legen, wenn sein Herrchen es möchte.

Das Wort „Steh“ kann für einen Hund sehr wichtig werden, besonders für Hunde in der Großstadt mit einem starken Straßenverkehr. Der Hund muss es lernen während des Bei-Fuß-Gehens. Wird dann plötzlich angehalten und der Befehl „Steh“ ausgesprochen, muss der Hund stehen bleiben. Dazu hält man den Hund am Halsband fest und schiebt die andere Hand unter seinen Bauch. So hat der Hund keine andere Möglichkeit als stehen zu bleiben. Nach einigen Trainingsstunden wird der Hund wunschgemäß stehen bleiben.

Natürlich möchte auch jeder Hundebesitzer, dass sein junger Hund kommt, wenn man pfeift oder ruft. Diese Gehorsamsübung sollte ein Hund unbedingt beherrschen.

Welpen suchen eigentlich von sich heraus immer die direkte Nähe seines Herrn. Das sollte man sich zu Nutze machen. Kommt der kleine Kerl ohne Aufforderung heran, sollte man schon aus einiger Entfernung „Komm“ rufen oder pfeifen. Ist der Hund dann da, sollte er gelobt werden und auch ein kleines Leckerli kann zur Belohnung gegeben werden. Er wird dann den Befehl schnell begreifen und auf Ruf oder Pfiff kommen.

So besitzt natürlich jede Hunderasse auf einem Gebiet typische Fähigkeiten. Man sollte darauf achten, dass diese Fähigkeiten nicht verkümmern, sondern auch angewendet werden dürfen. Was natürlich nun nicht bedeutet, dass der Jenige, der einen Jagdhund besitzt nun unbedingt Jäger werden muss. Man kann den Hund auch mit einer Ersatzhandlung bezüglich des Jagens beschäftigen. So darf der Retriever zum Beispiel statt der geschossenen Ente einen großen Stock apportieren. Dem Hund ist es egal was apportiert wird. Hauptsache er kann seine Apportierfreude und sein Anlage dazu nutzen.

Ratsam ist, wenn man sich einem Hundeclub anschließt, der entsprechende Hunderassen betreut. Diese können mit Ausbildungsmöglichkeiten oder Rat und Tat beiseite stehen, welche Beschäftigung für den Vierbeiner gut wäre und auch seiner Anlage entspricht.

Fest steht, dass mit Geduld, Liebe und Aufmerksamkeit sich jeder Hund erziehen lässt. Eine Fehlerziehung oder Ungehorsam eines Hundes liegt nicht an dem Tier, sondern ist meistens Versagen des Besitzers in der Erziehung.

Weitere Informationen zum Hund erhalten Sie auf: www.haustiere-lexikon.com/hunde.html

1 Comment
  1. Luka der Hundefreund 10 Monaten ago

    Sehr informativer Artikel. Ein paar Zwischenüberschriften und Bilder hätten es zwar anschaulicher gemacht, jedoch kommt es ja auf den Inhalt an und der stimmt hier. Ich stimme Ingo in seiner Ansicht voll und ganz zu. Man sollte viel Wert auf eine richtige Hundeerziehung geben.

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