Bürgerinitiative „Lobby pro Tier“ gegen Tierversuche in Hamburg

Lobby pro Tier

Im Süden Hamburgs, genauer gesagt in Neu Wulmstorf – Mienenbüttel steht eines der größten Tierversuchslabore in Deutschland. Seit über 40 Jahren betreibt das LPT (Laboratorium für Pharmakologie und Toxikologie) ein Labor und Sammellager für Versuchstiere in der Gegend. Seit ca. 4 Jahren kämpft die Bürgerinitiative „Lobby pro Tier“ um die Schließung dieser Anlage.

Als Wahlhamburger betrifft mich dieser Artikel besonders. Ich kenne einige Leute, die in direkter Umgebung zum Tierversuchslabor aufgewachsen sind ohne etwas vom grauenhaften Vorgehen vor Ort mitbekommen zu haben. Seit 40 Jahren werden hier hinter Natodraht Tierversuche durchgeführt. Die Wenigsten Anwohner haben etwas davon mitbekommen. Sie dachten, dass es sich bei der Anlage um eine Hundefarm handelt, da man dort außer Hunden keine anderen Tiere sieht und hört. Die anderen Tiere leiden still hinter verschlossener Tür.

Lobby pro Tier

©Lobby pro Tier

Die Anlage lag immer gut geschützt am Rande des kleinen Örtchens Mienenbüttel. Um ein neues Gewerbegebiet zu schaffen wurde anfang 2009 ein kleiner Wald neben der Anlage abgeholzt. Dadurch liegt die Anlage nun offen und die Gründer der Initiative haben das Elend aus erster Hand mitbekommen. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein „Ärtze gegen Tierversuche e.V.“ eine Bürgerinitiative um die Qualen zu stoppen.

Doch was genau passiert im Tierversuchslabor Mienenbüttel? Die „Lobby pro Tier“ schreibt dazu auf der eigenen Internetseite: „… Im Auftrag der Pharma- und Chemie-Industrie werden dort Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Katzen, Schweine, Fische, Vögel und Affen in qualvollen Tierversuchen vergiftet und getötet. Knappe Informationen über die vom LPT durchgeführten Tierversuche sind auf der Internetseite www.lpt-pharm-tox.de unter „Services“ zu finden. Hier werden die verwendeten Tierarten und Testmethoden (Gabe von Medikamenten bzw. Chemikalien z. B. per oraler Verabreichung, Infusion, Inhalation, Injektion in die Bauchhöhle, auf die Haut, in die Vagina, ins Auge, ins Gelenk, in den After) benannt.

Kapazitäten (z. B. 10.000 Mäuse, über 1.500 Hunde, bis zu 500 Affen), die noch bis vor kurzem auf der Internetseite angegeben wurden, sind dort jetzt nicht mehr zu finden!…“

Das traurigste an solchen Anlagen ist die Tatsache, dass keines der Tiere das Labor lebend verlässt. Die Tiere, die nicht an den Folgen der Versuche sterben werden nach den versuchen getötet und als Sonderabfall entsorgt. Dabei sind Tierversuche nach Aussage von „Lobby pro Tier“: „…ethisch und moralisch untragbar und können niemals einer modernen und sicheren Wissenschaft gerecht werden….“ und weiter „Tierversuche sind ein grausames Relikt und sie sind unsinnig. Selbst in der Fachwelt ist seit Jahrzehnten bekannt, dass insbesondere die Giftigkeitsprüfungen an Tieren keine für den Menschen relevanten Resultate liefern. Moderne Testsysteme mit Zellkulturen oder analytische Verfahren liefern im Gegensatz zum Tierversuch verlässliche und aussagekräftige Daten.“

Lobby pro Tier und Arzte gegen Tierversuche e.V. setzten sich für das ausnahmslose Verbot aller Tierversuche ein. Sie informieren Öffentlichkeit und Politik und versuchen so Druck auf die Labore auszuüben. Nur mit der öffentlichen Unterstützung kann das Labor in Mienenbüttel und so viele andere dauerhaft geschlossen werden.

Weitere Informationen:

Flyer: Kurzinfo – LPT – Tierversuche

Flyer: Lobby pro Tier

Hilf auch du dieses grausame Leiden zu beenden und schau nicht weg.

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