BARF für Katzen – Grundlagen

Katzenernährung und Katzenfutter ist ein sehr komplexes Thema. Besonders beim BARFen kann man sehr viel richtig, aber noch mehr falsch machen. BARF steht für „Biologisch Artgerechte Rohfütterung“ und genau das soll sie auch sein. Viele Katzenhalter haben aber Angst davor, beim BARFen etwas falsch zu machen und der eigenen Katze damit zu schaden. Natürlich ist genau das auch möglich, aus diesem Grund kann ich jedem Katzenhalter nur empfehlen sich eingehend mit dem Thema auseinander zu setzen um grobe Fehler zu vermeiden. Die ersten Grundlagen für einen gelungenen Einstieg in die Rohfütterung findest du in diesem Artikel.

Der richtige Anteil an Rohfutter:

Wenn du deine Katze schon ausgewogen und gesund ernährst spricht nichts dagegen gelegentlich ein bisschen rohes oder abgekochtes Fleisch in den Napf zu legen. Auch als Leckerli sind rohe Fleischstückchen sehr gut einsetzbar. Dabei musst du aber beachten, dass der Rohfutteranteil nicht über 20% des Gesamtfutters steigt.

So lange du mit deiner Rohfütterung unter dieser 20% Marke bleibst kannst du das Fleisch problemlos und ohne Zusätze an deine liebsten verfüttern. Wenn der Rohfutteranteil die Grenze überschreitet musst du anfangen das Futter zu Supplementieren um einen Nährstoffmangel zu vermeiden. Rohes Fleisch alleine reicht nicht aus um die Nährstoffbedürfnisse einer Katze dauerhaft zu decken.

Die Futterzusammenstellung:

Das perfekte Futter für Katzen ist eine Maus! Katzen sind Karnivoren, was so viel heißt wie Fleischfresser. Seit zig tausend Jahren hat sich der gesamte Körper der Katze darauf eingestellt ganze Beutetiere zu fressen und damit den eigenen Nährstoffbedarf zu decken. Die Futtermittelindustrie legt leider keinen großen Wert auf die natürlichen Bedürfnisse unserer Stubentiger. In einem typischen Futter aus dem Supermarkt findest du Inhaltsstoffe wie: Zucker, Mais, Reis, Getreide, Tierische Nebenerzeugnisse usw..

Man muss kein Professor in Tiermedizin sein um zu merken, dass diese Bestandteile nicht der natürlichen Ernährung entsprechen. Natürlich nehmen Katzen über die Beutetiere auch „Nebenerzeugnisse“ zu sich, dazu gehören unter anderen: Krallen, Fell, Lunge, Darm, Gehirn und Knochen. Selbst kleine Mengen an Pflanzlicher Nahrung nehmen Katzen zu sich, dazu gehört neben dem Mageninhalt der Beutetiere auch eine gelegentliche Portion Gräser.

Der klare Hauptbestandteil ist aber Muskelfleisch und Innereien. Beim BARF wird sich genau an diesen Bedürfnissen orientiert. Es gibt viel Muskelfleisch, ein bisschen Leber, etwas Fisch und sogar ein sehr kleiner Anteil an Gemüse kann enthalten sein. Für alle Vitamine und Mineralien, die dann noch nicht im Futter sind gibt es Zusätze die als Supplemente bezeichnet werden. Keine Katze die über Rohfütterung ernährt wird, wird jemals Zucker, Mais oder Getreide zu fressen bekommen und das ist auch gut so.

welches Fleisch:

Die Frage nach dem Fleisch ist eigentlich recht einfach zu beantworten. Katzen können fast alle Sorten an Fleisch fressen. Regelmäßig kannst du Huhn, Pute, Rind oder Lamm verfüttern. Auch exotische Sorten wie Känguru, Büffel oder Krokodil sind eine willkommene Abwechslung. Im Fachhandel für Reptilien kannst du Eintagskücken oder Mäuse kaufen und die toten Tiere im ganzen verfüttern.

Vorsicht ist beim Schweinefleisch geboten. Roh kann das Fleisch den für Katzen tödlichen Aujetzki-Virus übertragen. Deshalb sollte Schweinefleisch nur gegart verfüttert werden. Auch Knochen können den Weg in den Napf finden, Hühnerflügel beispielsweise sind immer sehr begehrt, doch auch bei Knochen gibt es etwas zu beachten. Verfüttere Knochen bitte nur Roh, da sie im gekochten Zustand sehr leicht splittern können.

Supplemente:

Als letztes möchte ich noch mal kurz auf die Supplemente eingehen. Sie sind es, die das BARFen zu einer nicht ganz einfachen Sache machen. Als Supplemente bezeichnet man Zusätze wie Vitamine, Fette und Ballaststoffe, die im Futter sonst nicht enthalten sind. Die Berechnung dieser Supplemente ist nicht ganz einfach. Einige Stoffe wie Vitamin A können von der Katze bei Überversorgung nicht ausgeschieden werden, zu einer Belastung für die Organe wird.

Im Netz findest du einige Kalkulatoren und Berechnungshelfer für die Supplementierung. Diese nützlichen Tools helfen bei der korrekten Berechnung der Menge einzelner Zusatzstoffe. Darauf komme ich aber in späteren Artikeln zu sprechen. Wichtig ist erst mal zu wissen, dass eine Ausschließliche Rohfütterung ohne Supplemente nicht ratsam ist und schnell zu Mangelerscheinungen führen kann.

Wenn du wie ich mit den BARFen beginnen möchtest oder schon ein alter Hase in diesem Gebiet bist würde ich mich über deine Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren sehr freuen.

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1 Comment
  1. Ich habe mir auch ein paar Omega 3 Fett-Kapseln gekauft und lege sie ins Katzenfutter, damit es meinem Liebling an nichts fehlt.

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