BARF Anfänge – die Supplemente

BARF - Supplemente

Nach den vielen Katzenfutter Tests der letzten Zeit möchte ich heute wieder etwas zum Thema BARF, genauer gesagt zu den Supplementen sagen. Die Supplemente sind ungemein wichtig für die Katze, da es ohne diese Zusatzstoffe zu Mangelerscheinungen kommt.

Beim BARF geht es darum dem natürlichen Futter der Katze so nah wie möglich zu kommen. Wilde Katzen fressen aber nicht nur rohes Fleisch, sondern ganze Beutetiere inclusive Haaren, Knochen, Organen, Gehirn usw.. Daher reicht rohes Fleisch alleine nicht aus um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Ich möchte dir nachfolgend die wichtigsten Supplemente auflisten und ein paar Worte dazu sagen. Ich werde hier bewusst nicht auf die Dosierung eingehen, da diese nicht pauschal gesagt werden kann und auf jede Katze genau abgestimmt werden sollte.

BARF - Supplemente

Lichtblick / pixelio.de

Es gibt zwei Arten von Supplementen, die „fertigen“ Suplementmischungen und die natürlichen Supplemente. Da ich selbst erst ein Einsteiger beim BARF bin habe ich mit dem meisten Mischungen bisher keine Erfahrungen. Wenn Ihr mehr über die üblichen Supplementmischungen erfahren wollt, dann hat Anika von Haustiger.info einen sehr schönen Artikel darüber geschrieben. Dort werden die gängisten Supplementmischungen vorgestellt. Für den Anfang habe ich mich für Easy Barf entschieden, da dies für den Einstieg oft empfohlen wird.

natürliche Supplemente:

B Vitamine:

Bierhefe:
Bierhefe ist ein Nebenprodukt der Bierherstellung und enthält neben B Vitaminen auch Aminosäuren. Da aber auch Phosphor enthalten ist eignet sich Bierhefe nicht für Nierenkranke Katzen.

Vitamin B Komplex:
Ein Vitamin B Komplex ist eine gute Alternative zu Bierhefe, da auch hier alle wichtigen B Vitamine enthalten sind und die Nieren nicht weiter belastet werden.

Biotin:
Auch Biotin kann wird häufig als Vitamin B Lieferant bezeichnet, was aber nur bedingt richtig ist, da nicht alle nötigen Vitamine enthalten sind. Biotin besteht ausschließlich aus dem Vitamin B7, daher müssen die anderen B Vitamine trotzdem den Weg ins Futter finden.

Salz:

Salz ist notwendig für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt. Hier kannst du naturbelassenes Salz wie Himmalaya oder Meersalz verwenden. Bei Nierenkranken Katzen muss die Salzmenge im Futter reduziert werden.

Vitamin A:

Leber
Neben Vitamin A enthält Leber auch einige B Vitamine sowie Vitamin E.*

Eigelb
Auch Eigelb enthält neben Vitamin A viele weitere Vitamine, besonders die Vitamiene E, B3 und B5 kommen in größeren Mengen vor.**

Vitamin D3:

Lachs, Sprotte oder Forelle
Diese Fische sind sehr gute Vitamin D Lieferanten, ausserdem liefert Fisch gesunde Omega-Fettaäuren.
Nicht jede Katze frisst Fisch, daher bieten sich auch Vitamin D3 Tabletten als Vitaminlieferant an.

Vitamin E:

Weizenkeimöl:
Weizenkeimöl liefert viel Vitamin E, ist aber nicht zur Verwendung bei Nierenkranken Katzen geeigent

Vitamin E Pulver/Tropfen:
Mein Favorit sind die Vitamin E Tropfen, da diese relativ leicht zu besorgen sind und die Nieren nicht zusätzlich belasten. Das Pulver habe ich bisher nur online gesehen, kann aber genauso gut verwendet werden.

Taurin:

Taurin gibt es in diversen Tirfutter Shops in Pulverform. Taurin gehört in jedes Katzenfutter und ist extrem wichtig.

Eisen:

Rinderblut:
Rinderblut ist ein sehr natürlicher Eisenlieferant, beim Schlachter um die Ecke bekommst du bestimmt welches.

Fortain:
Falls du kein Rindrblut verwenden möchtest kann ich dir Fortain empfehlen. Als Grundlage wird Hämoglobin aus Schweineblut verwendet.

Ferro Sanol-Tropfen oder Eisentabletten:
Falls beides verweigert wird kannst du alternativ auch in der Apotheke Ferro Sanol-Tropfen oder Eisentabletten kaufen und verwenden.

Jod:

Sealgenmehl:
Sealgenmehl ist die natürlichste Form Jod unters Futter zu mischen. Es wird an der Norwegischen Küste geernt.

Jodtabletten:
Alternativ zum Seealgenmehl können auch Jodtabletten aus der Apotheke verwendet werden.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion darf keine Jod unter das Futter gemischt werden.

Magnesium:

Spirulina:
Spirulina ist getrocknetes Algenpulver ist ein guter Magnesiumlieferant. Es hat allerdings auch einen relativ hohen Linolsäuregehalt und ist deshalb nicht für Katzen mit Epilepsie geeignet. Außerdem darf auch Spirulina nicht bei nierenkranken Katzen oder bei Katzen mit Struvitsteinen verwendet werden.

Magnesiumgluconat oder Magnesiumcitrat:
Beides kann alternativ zu Spirulina gegeben werden, allerdings dürfen auch diese beiden Supplemente nicht bei Struvitsteinen gegeben werden.

Calcium:

Knochen:
Knochen sind für mich der beste Caliumlieferant. Enthält das Rezept genügend Knochen muss kein weiteres Calcium untergemischt werden.

Knochenmehl:
Falls du keine Knochen verwendest kannst du fehlendes Calcium und auch Phosphor durch Knochenmehl ausgleichen.

Dicalciumphosphat
Alternativ zum Knochenmehl kannst du auch Dicalciumphosphat geben.

Bei Nierenkranken Katzen sollte kein zusätzliches Phosphor ins Futter gemischt werden. Das gleiche gillt auch bei der gleichzeitigen Verwendung einiger Vitaminpräparate wie Nekton / Catfortan, Vitakalk oder Trixie Aufbaukalk. Hier solltest du kein Knochenmehl oder Dicalciumphosphat verwenden. In solchen Fällen solltest du ausschließlich reine Calcium Lieferanten zum Futter geben.

Eierschale:
Eierschalen sind ein guter und natürlicher Calcium Lieferant. Diese solltest du aber vorher in einem Mörser oder ähnlichem zu Pulver verarbeitet haben.

Calciumcarbonat oder Calciumcitrat:
Calciumcarbonat und Calciumcitrat sind beides Salze aus Kohlensäure bzw. aus Zitronensäure und können alternativ zu Eierschalen als Calcium Lieferant dienen.

Ballaststoffe:

Katzen nehmen in Ihrem natürlichen Umfeld über Beutetiere auch einige Ballaststoffe auf. Um diese auch beim Barf zu geben wird häufig etwas Möhre geraspelt und ins Futter gemischt.

Fett:

Bei magerem Fleisch musst du zusätzlich noch Fett ins Futter geben. Hier hast du verschiedene Möglichkeiten. Oft wird Hühnerhaut, Schweine – oder Gänseschmalz verwendet.

Wasser:

Fleisch alleine hat einen zu geringen Wasseranteil, daher solltest du immer etwas extra Wasser unter die Mahlzeit mischen.

Ich hoffe mit dieser Auflistung konnte ich ein bisschen Licht ins dunkle bringen. Das ganze hört sich jetzt erstmal viel komplizierter an als es im endeffekt wirklich ist. Wichtig ist, das du dich ein bisschen mit dem Thema beschäftigst.

Als letztes möchte ich dir noch einen Shop empfehlen, wo du nahezu alles zum Barfen bekommst.
DAbei handelt es sich um lillysbar.
Quellen:
* http://www.kalorientabelle.net/
** http://www.bbszene.de/huehnerei-eigelb.shtml

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1 Comment
  1. Stefanie Wulf 3 Jahren ago

    Hallo Stephan,

    Danke für die schöne Übersicht! Die ist wirklich praktisch! Wir beschäftigen uns auch seit Kurzem mit dem Barfen, weil wir schon viel Gutes darüber gehört haben. Einzige Informationsquelle, die wir bisher dafür verwendet haben, ist unser Barf Shop. Aber jetzt haben wir in deinem Blog noch eine persönlichere Info- und Erfahrungsquelle gefunden! Danke dafür! Denn beim Barfen gibt es ja doch einiges zu bedenken, weshalb wir uns gern auf diese Weise informieren.

    Liebe Grüße
    Stefanie

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