Animal Hoarding – Wenn Haustiere zur Sucht werden!

„Animal Hoarding“ oder auch „Tierhortung“ ist ein Krankheitsbild bei dem betroffene Menschen eine Vielzahl an Tieren auf engstem Raum halten. Das geht oftmals so weit, dass der Halter sich nicht mehr um die Tiere kümmern kann.

Es ist einfach schrecklich! In unregelmäßigen Abständen hört man immer wieder von Menschen, die teilweise hunderte Tiere in einer kleinen Mietwohnung oder einem Haus halten. Die Tiere sind meist völlig verwahrlost und leben mitunter in Ihren eigenen Exkrementen. Um eine Tierärztliche Versorgung kann sich der Besitzer nicht mehr kümmern und sogar Nahrung ist in der Regel nur sehr begrenzt.

Doch wie kann es zu überhaupt so weit kommen? Meistens fängt es ganz harmlos an. Eine in der Regel alleinstehende Person entscheidet sich für ein Haustier. Mit der Zeit kommen immer mehr Tiere dazu, bis irgendwann das Chaos ausbricht. Diese Situation nennt sich Animal Hoarding und ist in den USA bereits eine anerkannte Krankheit. Erstmals beschrieben wurde das Krankheitsbild Ende der 90er Jahre in den USA.

Leider hilft es nicht betroffenen Menschen einfach die Tiere weg zu nehmen, der Sucht Tiere zu halten liegt in der Regel ein schwerwiegendes Psychologisches Problem zu Grunde. Wenn dieses Problem nicht behandelt wird zieht die Person einfach um und fängt in einer anderen Stadt von vorne an. Die Betroffenen sind keine Tierquäler. Genau genommen ist meistens das genaue Gegenteil der Fall, denn die Betroffenen sind eher übertriebene Pflegetypen. Diese leben meist isoliert von der Gesellschaft und sucht seine Anerkennung bei den Tieren.

Woran erkennt man den Unterschied zwischen normalen Tierhaltern und Tierhortern? Erste Anzeichen können es sein, wenn jemand mehr als 5 Tiere auf sehr kleinem Raum hält. Dies muss keineswegs ein Problem sein, wenn es aber weiterhin mehr Tiere werden kann es schnell zu einem Problem werden. Extreme Gerüche im Hausflur können ebenfalls ein Anzeichen sein. Das Animal Hoarding ähnelt sehr dem Messie Syndrom, bei dem einfach alles aufgehoben wird.

Da bisher sehr wenig über das Krankheitsbild des Animal Hoarding bekannt ist hat der Deutsche Tierschutzbund eine „Checkliste für das Vorliegen eines echten Falls von Tierhorten“ erstellt.  Solltest du einen Verdacht haben kannst du deinen Verdacht beim zuständigen Veterinäramt melden.

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5 Comments
  1. glückliche Haustiere 4 Jahren ago

    Absolut furchtbar für die Tiere. Da kann man nur auf aufmerksame Nachbarn hoffen. Meistens sind Haustiere – vor allem so viele – ja doch nicht ganz unbemerkt.

  2. rak 4 Jahren ago

    das ist ja voll schlimm das es solche menschen gibt. wusste gar nicht das son krankheitsbild existiert

    die armen tiere (und der arme mensch, kaputte seele und so)

  3. Karin 4 Jahren ago

    Ich kann da aus leidvoller Erfahrung sprechen. Wir hatten über Jahre einen Nachbarn, der bis zu 100 Katzen in seinem Haus hielt. Dies hat mit Tierliebe dann nicht mehr sehr viel zu tun, sondern ist eine echte Krankheit. Diese große Anzahl an Tieren war eine Belastung für die ganze Umgebung, da sich die Tiere überall niedergelassen haben.

    • Author
      stephan 4 Jahren ago

      Hallo Karin,

      das klingt ja schlimm. Was ist dann passiert?

  4. Dennis 4 Jahren ago

    Also bei 100 Katzen im Haus, durch die auch noch die Nachbarschaft belästigt werden, sollte ja schnell Jemand eingreifen und für „Ordnung“ sorgen. Problematischer ist es allerdings wenn die Menschen mit Ihren Tieren „alleine“ auf dem Land leben, da dort so ein Missstand nicht so schnell auffällt…

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